Nüsse und Diabetes passt das zusammen?

Nüsse zählen zu den beliebtesten Snacks. Wenn sich aber jemand Low Carb ernährt oder ernähren muss (Diabetes), wie sieht es da mit dem Verzehr von Nüssen aus?

Nüsse enthalten nur wenig Wasser, aber reichlich Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Besonders wertvoll sind die ungesättigten Fettsäuren. Das Fett in Nüssen liefert hauptsächlich einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die positive Eigenschaften haben. Darüber hinaus enthalten Nüsse Mineralstoffe und Vitamine – vor allem Vitamine aus der B-Gruppe und Vitamin E – sowie Kalium, Natrium, Magnesium und Phosphor. In Maßen genossen (wegen des hohen Kaloriengehaltes) bereichern Nüsse also den Speiseplan als wertvolle Nährstofflieferanten. Quelle: BZFE

Doch wie sieht es bei Low Carb Ernährung mit Nüssen und Kohlenhydraten aus?

Paranüsse und Pekannüsse: 4 g Kohlenhydrate

Bei Paranüssen ist es aufgrund ihrer Größe nicht so einfach, sie gleich tütenweise zu konsumieren. Die meisten Menschen belassen es bei einigen wenigen. Das ist prima, denn sie sind gesund und enthalten viel Eisen, Zink, Selen, Magnesium, Kupfer und die Vitamine B1 und E. Tipp: Am besten jede Nuss einzeln knacken, das dauert länger, so dass insgesamt weniger gegessen werden.

Ähnlich lecker und gesund sind Pekannüsse. Sie haben erwiesenermaßen eine positive Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel und Bluthochdruck. Allerdings sind sie auch extrem kalorienreich (ca. 700 Kalorien auf 100 Gramm). Am besten werden nur einige wenige Pekannüsse für Müslis, Salate oder als Snack in der Hand verzehrt.

Beides sind ausgewiesene Low Carb Nüsse, die man ohne Bedenken immer wieder in kleineren Portionen konsumieren kann.

Kürbiskerne und Macadamia: 5 g Kohlenhydrate

Kürbiskerne werden aufgrund des Phytosterolgehaltes gerne bei Prostatabeschwerden eingenommen. Als Snack spielen sie hierzulande eine untergeordnete Rolle. Gemahlen werden sie als Mehlersatz verwendet.

Macadamia-Nüsse sind aufgrund des sehr sättigenden hohen Fettanteils von 75% ein beliebter Snack bei Low Carb- und Keto-Anhängern und enthalten viele B-Vitamine und Mineralstoffe. Aber Vorsicht: Wie Pekannüsse sind auch Macadamia sehr kalorienreich mit ca. 700 Kalorien auf 100 Gramm.

Walnüsse, Haselnüsse, Erdnüsse: 7 g Kohlenhydrate

Die wohl beliebtesten Nüsse in Deutschland enthalten relativ wenige Kohlenhydrate. Walnüsse und Haselnüsse enthalten u.a. Folsäure, Kupfer, Magnesium, Phosphor, Zink, Mangan und Vitamin B1 und lassen sich abends gemütlich zuhause knacken.

Erdnüsse sind in Wirklichkeit keine Nüsse sondern Hülsenfrüchte und viele Menschen sind allergisch gegen sie. Wer sie genießen kann, sollte dies jedoch auch tun, denn sie enthalten viel Protein (25 Gramm auf 100 Gramm Nüsse) und dazu den Vitamin B-Komplex, Vitamin E und Magnesium. Studien haben gezeigt, dass sich Erdnüsse positiv auf den Cholesterinspiegel und die Blutfettwerte auswirken. Allerdings sind sie nicht gerade kalorienarm und gerade bei Erdnüssen in Snack-Verpackungen ist die Gefahr groß, viel zu schnell viel zu viele zu konsumieren.

Mandeln: 10 g Kohlenhydrate

Mandeln sind als Snack ebenso beliebt wie als Backzutat. Gemahlene Mandeln oder Mandelmehl sind eine gute Low-Carb-Alternative zu regulärem Mehl. Mit rund 576 Kalorien auf 100 Gramm sind Mandeln nicht gerade kalorienarm, doch angeblich sind sie eine echte Wunderwaffe zur Kalorienverbrennung. Ob das stimmt, sei dahingestellt, doch da sie auch eine positive Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel haben, kann eine Handvoll Mandeln als gesunder Snack nicht schaden.

Pistazien: 18 g Kohlenhydrate

Pistazien sind relativ teuer und haben einen relativ hohen Kohlenhydratgehalt, so dass sie in der Low-Carb-Ernährung keine große Rolle spielen. Dabei stecken sie voller gesunder ungesättigter Fettsäuren und Antioxidantien, die freie Radikale im Körper fangen. Um sie maßvoll zu genießen gilt wie bei anderen Nüssen: Lieber komplett mit Schale kaufen und zuhause Nuss nach Nuss selbst knacken, statt fertig geschälte Nüsse aus der Packung futtern.

Cashews: 26 g Kohlenhydrate

Cashews sind so gesund, dass sie häufig zu den Superfoods gezählt werden. Veganer nutzen sie aufgrund ihrer cremigen Textur gerne als Ersatz für Milchprodukte wie Sahne und Joghurt. Allerdings ist ihr Kohlenhydratanteil recht hoch. Wer sich Low Carb ernähren möchte, sollte auf den leckeren Snack lieber verzichten. Keine Empfehlung von unserer Seite als Low Carb Nüsse!

Vorsicht bei Allergien

Nüsse lösen häufig Allergien aus. Besonders Birkenpollenallergiker reagieren aufgrund von Kreuzallergien auf Haselnüsse mit Halskratzen, Juckreiz am ganzen Körper bis hin zur Atemnot. Ähnliche Wirkungen können auch Walnüsse, Paranüsse, Mandeln, Erdnüsse und Cashewnüsse hervorrufen. Insbesondere Erdnussallergiker müssen vorsichtig sein. Bereits kleinste Mengen lösen allergische Reaktionen aus.

Von Allergien betroffene Personen sind beim Einkauf darauf angewiesen, zuverlässige Informationen über die Zusammensetzung der Lebensmittel zu erhalten. Die Allergen-Kennzeichnung nennt bei verpackten Lebensmitteln die Zutaten, die zu den häufigsten Allergenen gehören. Dazu gehören auch Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Cashew, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss und Queenslandnuss).

Gut für Herz und Kreislauf

Wissenschaftliche Untersuchungen haben in den letzten Jahren gezeigt, dass sich der Verzehr von Nüssen günstig auf das Herz-Kreislauf-System und vor allem auf die Blutfettwerte auswirkt. Hierbei spielt vor allem das günstige Fettsäuremuster der Nussfette eine wichtige Rolle: Sie haben einen relativ hohen Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die heute als Herz schützend angesehen werden. Möglicherweise wirken auch andere Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, Arginin (eine Aminosäure), Phytosterine und weitere sekundäre Pflanzenstoffe positiv. Quelle: BZFE

 

 

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