Diabetiker und Außer-Haus-Essen geht das?

Wer unter Diabetes leidet hat es leider nicht leicht wenn er einmal mit Freundin oder Freunden essen gehen möchte. Ich kenne kein Restaurant oder Imbiss das Nährwertangaben auf seiner Speisekarte hat. Es ist ein Manko unter dem wirklich hunderttausende von Diabetikern zu leiden haben. Das gleiche gilt auch für die sogenannten Backshops bei den Discountern.

Insbesondere für Diabetiker ist das Essen außer Haus mit Problemen verbunden. So gibt es häufig wenig Gewissheit über Zusammensetzung und Qualität der Zutaten sowie die Wirkung der Speisen auf den Blutzucker.Wohl dem der ein Smartphone mit Internet hat und auf eine Datenbank zugreifen kann, aber diejenigen die es nicht haben gehen leer aus, und müssen sehen das sie richtig schätzen, und sich nicht in die Unterzuckerung spritzen, oder müssen auf ein Außer-Haus-Essen verzichten, was bei einigen auch zu einem Leben in Isolation führen kann.

Nun fragt sich manch einer „Dürfen Zuckerkranke das? Alkohol trinken? Fleisch essen? Sich etwas Süßes gönnen?“

Die Antwort darauf lautet: „Ja, das dürfen sie – aber in Maßen, nicht in Massen, genau wie Gesunde auch“.

Menschen mit Diabetes dürfen fast alles essen – eine Diabetesdiät gilt als überholt. Auch spezielle Diabetikerprodukte oder Zuckerersatzstoffe können sie ignorieren, unabhängig davon, ob sie Diabetes Typ 1 oder Typ 2 haben. Wichtig ist nur, dass sie gesund und ausgewogen essen.

In Deutschland boomt das Fast Food sehr stark allen voran an der Spitze steht der Döner. Viele betrachten den Döner als kleinen Snack, und wissen gar nicht wie unrecht sie damit haben. Der Döner ist eine vollständige Mahlzeit und kein zwischendurch Happen. Eine Portion Döner mit Fleisch enthält im Schnitt 600 Kilokalorien, 17 g Fett und 73 g Kohlenhydrate. 

Wenn schon ein Döner dann als vollständige Hauptmahlzeit einplanen, und etwas mehr Salat statt Fleisch dazwischen.

Das griechische Pendant zum Döner, die Gyros Pita steht mit Tzaziki und Fritten weit aus schlechter da als der Döner. Hier gibt es auf die Schnelle mal eben 855 Kilokalorien, 46 g Fett und 57 g Kohlenhydrate. Absolut des guten zuviel.

Auch Italienisch lieben wir, allen voran die dünne knusprige Pizza. Direkt vom Italiener oder aus dem Supermarkt und selbst aufgebacken. Auch die Pizza steht bei uns in Deutschland hoch im Kurs. Den Varianten sind keine Grenzen gesetzt ob mit Käse oder Thunfisch oder Speciale. Dabei enthalten die Teigplatten sehr viel Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß. Eine Thunfischpizza zum Beispiel wiegt im Schnitt 420 g, enthält 42 g Fett, was etwa 40 Prozent der 922 Kilokalorien ausmacht. Dazu gesellen sich 102 g Kohlenhydrate und 34 g Eiweiß.

Weiter geht es mit des Deutschen liebstes Kind der Curry- oder- Bratwurst. Das kleine Schmankerl für zwischendurch enthält pro Currywurst ohne Sauce 414 Kilokalorien, die sich aus 38 g Fett und 18 gEiweiß zusammensetzen. Umgerechnet besteht die Wurst zu 83 Prozent aus Fett. Für die meisten gehören zur Wurst selbstverständlich Fritten. Eine Portion mit Ketchup summiert sich dabei auf 455 Kilokalorien, 22 g Fett und 56 gKohlenhydrate.

Ganz gleich, ob es nun italienisch, griechisch, türkisch, asiatisch oder klassisch deutsch ist: Als Fast Food sind die meisten Gerichte sehr energie-, fett- und kohlenhydratreich. Selbst bei fertigen Feinkostsalaten kann einiges an Kohlenhydraten enthalten sein, auch wenn sie ohne fettreiche Mayonnaise auskommen.

Hier mal ein paar Tipps wie sie trotzdem nicht auf Außer-Haus-Essen verzichten müssen.

  • Viele Plattformen wo ihr euer Essen bestellen könnt bieten mittlerweile auch eine Rubrik „Gesundes Essen an. Hier werden die Anbieter von Pommes, Burger und Co. schon herausgefiltert.
  • Sucht nach Gerichten die mit Salat oder sonstiges serviert werden. Wenn ihr einen Salat bestellt kommt meistens das zuckerhaltige Dressing extra. Nehmt  stattdessen ein Oliven-oder Walnussöl, das kommt eurem Herz-Kreislaufsystem zugute.
  • Gerichte die nur aus Fleisch und Weißmehlprodukten bestehen links liegen lassen. Fragt stattdessen nach Vollkornprodukten z.B. für Brot, Pasta oder Reis.
  • Möglichst auf frittiertes verzichten.
  • Wenn ihr euch kohlenhydratarm ernähren müßt, bestellt entsprechende Alternativen oder lasst weißen Reis oder Nudeln einfach weg. Ein Burger schmeckt auch ohne Brot ganz lecker – hält aber mangels Masse weniger vor.
  • Statt Gerichten mit fetten Sahnesaucen gebt Gerichten mit Tomatensauce den Vorzug.
  • Pizza oder (Vollkorn-)Pasta mit viel Gemüse. Sparen Sie an Schinken, Salami und Doppel-Käse.
  • Döner oder Falafel im Brot kommt oft mit Salat, Kohl, Tomate und Gurke. Weniger gesund sind die Sauce und das oft fettige Fleisch. Fragen Sie nach mehr Gemüse und weniger Fleisch und Sauce, so wird das Essen auf die Hand ein Stückchen besser.
  • Beim Bäcker die belegten Brötchen frisch zubereiten lassen: mit Vollkornbrötchen, ohne Remoulade, mit Salat, Gurke, Tomate und z.B. Ei oder etwas Käse. Auch ruhig nach einer Scheibe Gurke und Tomate mehr fragen. Wenn es sonst zu trocken schmeckt, reicht dünn aufgestrichene Butter oder die Hälfte der sonst eingesetzten Remoulade. Das gleiche lässt sich mit Wraps umsetzen.
  • Sushi ist durch Reis, Fisch, Gemüse, Algen und Ingwer ein fettarmes Essen. Oft überwiegt der weiße Klebreis jedoch die Menge an gesundem Fisch und Gemüse, so dass Sushi oft nicht so reich an ungesättigten Fetten und sekundären Pflanzen ist, wie es ein könnte, wenn mehr Fisch und Gemüse enthalten wären. Nehmen Sie Sorten, in denen etwas weniger Reis genutzt wird.
  • Currygerichte mit Gemüse, vegetarisch oder mit Hähnchen, gibt es in vielen asiatischen Varianten von Chinesisch bis Indisch.
  • Gerichte mit Bohnen, Linsen und anderen Hülsenfrüchten halten lange satt, fördern die Verdauung und wirken sich nur langsam auf den Blutzuckerspiegel aus.
  • Bowl-Gerichte, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen: oft bilden Gemüse und pflanzliche Eiweißlieferanten wie Hülsenfrüchte die Basis und werden getoppt von Fisch, Avocado, Nüssen oder Kernen.
  • Burger mit unpaniertem Hähnchenfleisch lassen Kalorien einsparen. Wer dazu auch auf fettige Saucen, Speck und Käse verzichtet, geht viele Schritte in die richtige Richtung!
  • Als Dessert rundet frisches Obst oder ein kleiner Obstsalat die Mahlzeit ab.
  • In Cafés frischen Kaffee genießen mit möglichst wenig Milch und Zucker. Lieber etwas Süßstoff, wenn der Kaffee sonst zu bitter schmeckt. Auch auf jegliche Form von Sirup sollte verzichtet werden: er ist nichts Anderes als Zucker mit künstlichem Geschmack.
  • Wer zum Kaffee etwas Süßes genießen möchte, kann einen Cookie oder kleine Süßspeisen genießen statt große Stücke Torte.

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