Wie es zur DiagnosePolycythemia vera (PV) kam!

Hallo alle zusammen!

Ich möchte hier in dem kleinen Bericht etwas Aufklärungsarbeit betreiben. Mir wurde schon frühzeitig von Ärzten gesagt das ich zu dickes Blut habe (Dickes oder dickflüssiges Blut bedeutet, dass darin mehr feste Bestandteile in Form von Blutkörperchen in einem bestimmten Blutvolumen schwimmen als normal wäre.)

Unternommen hat aber nie irgendein Arzt etwas. Seit meinem 6. Lebensjahr litt ich immer wieder unter sehr schlimmen Nasenbluten (ganze Saunatücher voll). Es wurde immer und immer wieder verödet. Keiner untersuchte genaueres. 1991 bekam ich eine Hepatitis. Im damaligen Kreiskrankenhaus in Aurich wurde mir gesagt, das ich unter einer vergrößerten Milz leide. Gemacht wurde gar nichts. Und immer wieder Nasenbluten, teilweise war der HNO schon genervt von mir.

1997 bekam ich eine zweite Hepatitis, die so schwer verlief das Lebensgefahr bestand. Es wurde eine Leberbiopsie gemacht die zu keinem Ergebnis führte. Zahlreiche Untersuchungen fanden statt, es wurde ein Arzt aus Hannover angefordert, wieder kein Ergebnis. Nach 7 Wochen im Krankenhaus wurde ich entlassen. Ich war zu der Zeit der Entlassung von Kopf bis Fuss komplett Gelb (Gelbsucht) und konnte keine Nahrung bei mir behalten. Wenn ich etwas gegessen hatte ging es nach einer viertel Stunde durch den Darm wieder raus. Seinerzeit war ich von 110 kg auf 75 kg abgemagert. Keiner fand etwas also ab nach Hause. Beim Einkaufen brach ich dann an der Kasse zusammen, und wieder ab in KH. Nach vier Stunden konnte ich wieder gehen. Keine Ursache gefunden.

2007 als meine Mutter verstorben war, zog ich dann nach Einbeck. Auch dort bekam ich dann Nasenbluten, und suchte einen HNO Arzt auf, dieser schaute sich meine Salbe an, die von einem Auricher HNO bekommen habe und schlug die Hände über den Kopf zusammen. Und entließ mich nach der Behandlung mit den Worten „Gehen sie zu ihrem Hausarzt, etwas ist mit ihrem Blutdruck nicht OK, sie brauchen Medikamente“

Mein Hausarzt verschrieb mir dann (nach eingehender Untersuchung) Blutdruckmedis. Alles in allem gab es noch Nasenbluten aber weniger. Am 13. März 2017 bekam ich dann nachts um 2.35 Uhr die Symptome eines Herzinfarktes. Um 2.50 Uhr war ich im Krankenhaus, EKG und Blutdruck waren OK. Ich wollte schon aufstehen, da sagte der Arzt im EBS „Einen Bluttest noch, wenn der OK st können sie gehen“.

Eine halbe Stunde später war ich im Krankenwagen mit Blaulicht unterwegs in die Uni Göttingen, wo mir im Herzkatheter Labor ein Stent gesetzt wurde. Ich habe mich ganz schlecht von allem erholt. Und hatte ewig und drei Tage Rückenschmerzen. Also Orthopäde aufgesucht, der kam nach dem dritten mal mit dem Spruch“ Machen wir mal ein Päuschen“ So suchte ich einen Neurochirurgen auf der mich zum MRT schickte, da stellte sich heraus 6 Bandscheibenvorfälle. 4 im HWS Bereich (Nacken) und 2 im LWS Bereich (Lendenwirbelsäule). Der Neurochirurg empfahl mir eine Schmerztherapie.

Die Schmerztherapie fand am 21.03.2019 statt. Eine Woche vorher bekam ich dann Bescheid ich bin Typ 2 Diabetiker. Ich habe die Schmerztherapie durchgezogen, und lernte mit allem besser umzugehen. Die Ärzte und Therapeuten in Alfeld haben sich allergrößte Mühe gegeben, und die Mühe hat sich gelohnt.

Nur meinem neuen Hausarzt (ich hatte den Hausarzt gewechselt weil ich mir die Behandlung beim alten nicht mehr zusagte) gefielen meine Blutwerte nicht. Ich hatte zuviel von Vitaminen im Blut, und auch das, das Blut zu dick wäre sprach er an. Ich erwähnte das ich es schon des öfteren gehört hätte. Er meinte kurz und bündig Termin beim Onkologen / Hämatologen machen, und schauen was dabei rauskommt. Ich fragte dann was er den vermutete, da meinte er Polycythemia vera, und erklärte mir auch was es ist.

Der erste Termin beim Onkologen kam, es wurde jede Menge Blut abgenommen, und wurde dann in die Uni Klink geschickt zum untersuchen. Eine Woche darauf Arztgespräch, der bestätigte dann den Verdacht des Hausarztes schon einmal. Aber er wollte sich ganz sicher sein und schlug eine Knochenmarkspunktion vor. Der stimmte ich zu, und eine Woche später wurde sie ambulant durchgeführt. Wieder eine Woche später war das Endergebnis eindeutig.

Vermutlich bin ich schon damit geboren, jetzt wird ein Eisenmangel erzeugt damit mein Blut wieder flüssiger wird. Nach vier Aderlässen ist mein Hämatokritwert runter auf 45% ein bisschen  muss er noch runter. Also ich muss sagen auch nach den Aderlässen ist das Nasenbluten weniger geworden. Ich hoffe jetzt das der Wert sich einpendelt.

Danke fürs zuhören!

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