Gerade im Bereich der Diabetes ist auch für die Ernährung Obst sehr wichtig um keine Mangelerscheinungen auftreten zu lassen. Doch Obst ist nicht gleich Obst, nehmen wir als Beispiel Bananen. Bananen enthalten durchschnittlich 27 Gramm Zucker pro Banane, gefolgt von Trauben oder Litschis.

Viele sagen jetzt das ist aber Fruchtzucker! Honig enthält Fructose ebenso wie süßes Obst, zum Beispiel Äpfel, Rosinen, Trauben, Feigen, Datteln oder Fruchtsäfte, in geringerem Maße auch Heidel- oder Erdbeeren. In kleinen Mengen steckt auch in Gemüse Fruchtzucker, und Haushaltszucker besteht sogar jeweils zur Hälfte aus Glucose und Fructose. Die süßeste Fructose-Quelle kommt aber aus Amerika: Maissirup enthält auf 100 Gramm Sirup 90 Gramm Fructose.

Im Gegensatz zu Glucose hat Fructose einen sehr niedrigen Glykämischen Index (GI), das heißt, der Blutzuckerspiegel steigt beim Verzehr nur wenig an.

Abnehmen, indem man Haushalts- durch Fruchtzucker ersetzt, klappt aber trotz ausbleibender Blutzuckersprünge nicht zwangsläufig. Denn was die Kalorien betrifft, liegt Fructose mit 4 Kilokalorien pro Gramm gleichauf mit anderen Ein- oder Zweifachzuckern.

Über viele Jahre galt Fruchtzucker als ideales Süßungsmittel für Diabetiker, da er ohne Insulin verstoffwechselt wird. Inzwischen haben sich die Vorschriften geändert und Lebensmittel mit Fruchtzucker dürfen nicht mehr speziell als für Diabetiker geeignet ausgewiesen werden. Fruchtzucker hat keine nennenswerten Vorteile gegenüber Haushaltzucker, was die Blutzuckerreaktion angeht, außerdem kann er sich bei erhöhter Zufuhr ungünstig auf den Stoffwechsel auswirken. Zum Beispiel indem es das schädliche LDL-Cholesterol erhöht und so kardiovaskuläre Krankheiten begünstigt werden.

Also auch hier Augen auf, bei dem was ich kaufe, stärkehaltige Gemüsesorten wie auch übermäßig süße Obstsorten gehören auf die Verbotsliste bei der Low Carb Ernährung.