MMS Multi-Modale-Schmerztherapie

Hallo Ihr lieben!

Die Menschen die mich kennen wissen das ich eine Schmerztherapie im Alfelder Ameos Klinikum mache. Ich leide unter mehreren Bandscheibenvorfällen im HWS (Halswirbelsäulenbereich) und im LWS (Lendenwirbelsäulenbereich)Bereich. Diese sind sehr schmerzhaft und schränken enorm in der Bewegung ein. Durch diese Bewegungseinschränkung kommt es wiederum zu gravierenden Muskelverspannungen. Diese Muskelverspannungen üben Symptome aus wie, Herzbeklemmungen, Herzinfarktsymptome, Ängste, Engegefühle in der Brustgegend, starke Schmerzen in den Armen ( links oder rechts oder beide).

Ich habe im Jahr 2017 einen Herzinfarkt gehabt und bezüglich dessen waren immer wieder die Gedanken im Vordergrund da, wenn ein Symptom auftauchte. Jeder der noch nichts durchgemacht hat sagt jetzt“Och der jammert ja wegen nichts“. Hatte man einen Herzinfarkt, mit all den Schmerzen und der Todesangst die dann herrscht, redet und denkt man anders.

Jedenfalls habe ich mich in die Hände eines Neurochirurgen begeben um die Sachen abklären zu lassen, der empfahl mir eine Schmerztherapie zu machen. Ich bekam Göttingen als Auswahl, da ein Bekannter von mir aber in Alfeld war, und dem es da gut gefallen hatte, beschloss ich mir einen Termin in Alfeld zu besorgen.

Ich bekam einen Termin zu einem Vorgespräch mit Untersuchung, wozu ich einen Fragebogen mitgebracht hatte der mir vorher zugeschickt worden war. Der Arzt der mich untersuchte (es war der Chef der Schmerzstation) war sehr nett und freundlich. Nach der Untersuchung und dem Gespräch sagte er mir schon zu das es mit der Aufnahme klappen würde. Mit einer sehr freundlichen Frau vom Sekretariat wurde dann der Termin zur Aufnahme vereinbart.

Am 23.März 2019 war es schließlich soweit, ich ging für 14 Tage in die Schmerztherapie nach Alfeld. Am ersten Tag war es nur Aufnahme und kennen lernen. Es gab Einzelgespräche mit den Ärzten und Therapeuten (incl. Physio und Psychotherapeuten). Alles in allem der Aufnahmetag war am Donnerstag, ging es am Freitag dann richtig los. Es hat in den ganzen 14 Tagen richtig Spaß gemacht.

Ich hatte morgens ab 9.00 Uhr immer Gerätetraining für 2 Stunden, dann über den Tag verteilt verschiedene Therapien von Nordic Walking über Thai Chi und Qi Gong sowie Biofeedback, Ergotherapie, Kunst und Musiktherapie sowie eine Procain-Basen-Infusion.

Ich bekam in der ersten Woche eine PDA(Periduralanästhesie).

Die Periduralanästhesie (PDA) kann, je nach verwendeter Konzentration des Lokalanästhetikums, zur Schmerzlinderung und zur kompletten Schmerzausschaltung angewendet werden. Bei größeren bauchchirurgischen, orthopädischen, gynäkologischen oder urologischen Eingriffen wird ein Periduralkatheter präoperativ meist deswegen angelegt, um ihn postoperativ zur Schmerztherapie zu nutzen. Dadurch kann der Bedarf an anderen Schmerzmitteln (z. B. Opioiden) gesenkt werden und die Häufigkeit von Darmmotilitätstörungen gesenkt werden. Quelle Wikipedia

Sie war nicht schmerzhaft, ich musste anschließend zwei Stunden liegen um nicht als Nebenwirkung Kopfschmerzen zu bekommen. Nach ca. 3 Tagen fing es langsam an zu wirken. Ich war bis Juni 2020 weitestgehend Schmerzfrei. Natürlich wurde ich auch nach Abschluss der stationären Behandlung vom gleichen Team weiter betreut. Alle 14 Tage nach Alfeld zur Procain-Basen-Infusion, und auch zwischendurch ein Arztgespräch der dann beurteilt, ob es wieder Zeit wird für eine Wiederholung der Therapie.

Man wird während und auch nach der Therapie sehr gut betreut von allen, und auch die Infusionen tuen ihr übriges, gut nun sind alle Schmerzpatienten unterschiedlich, und es wird auch von jedem unterschiedlich vertragen.

Ich selber kann nur jedem der unter Schmerzen leidet raten „Lasst euch helfen, ihr müsst es nicht alleine durchmachen“.

Sogenannte Schmerzkliniken oder Stationen mit Schmerztherapien gibt es in ganz Deutschland. Ihr könnt euch auch bei der Deutschen Schmerzliga umschauen oder direkt Kontakt aufnehmen info@schmerzliga.de , da wird euch bestimmt weitergeholfen.

Es gibt eine Schmerztherapie und eine sogenannte Multimodale-Schmerztherapie, natürlich braucht man gewisse Voraussetzungen das man eine solche Therapie bekommt.

Eine stationäre multimodale Schmerztherapie ist bei vielen chronischen anhaltenden und rezidivierenden Schmerzen indiziert, wenn eine unimodale oder multidisziplinäre ambulante Therapie zu keinem ausreichend zufriedenstellenden Erfolg geführt hat. Mitunter kann ein solcher Klinikaufenthalt auch dazu beitragen, eine Chronifizierung von Schmerzen frühzeitig zu verhindern. Krankheitsbilder mit hohem Chronifizierungs-Potential sind Kopf- und Gesichtsschmerzen, Rückenschmerzen, viszerale Schmerzsyndrome, muskoloskelettale Schmerzen, neuropathische und ischämische Schmerzen, Fibromyalgie, Tumorschmerzen, psychogene Schmerzerkrankungen und degenerativ bedingte Schmerzen.

Folgende Kriterien gelten als Voraussetzung für eine stationäre multimodale Schmerztherapie:

auf somatischer Ebene (Somatisch bedeutet: „das, was sich auf den Körper bezieht; körperlich“

  • erhebliche Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit infolge von Schmerzen, Funktionsstörungen und/oder schmerzbedingte Verhaltensänderung
  • Schmerz-Generalisation (weitere Schmerzlokalisationen, intensivere und häufigere Schmerzattacken)
  • Zunahme des Medikamentenverbrauchs
  • Zunahme von Komorbiditäten (Eine Komorbidität ist ein weiteres, diagnostisch abgrenzbares Krankheitsbild oder Syndrom, das zusätzlich zu einer Grunderkrankung (Indexerkrankung) vorliegt. Übersetzt bedeutet der Begriff Begleiterkrankung)
  • Diskrepanz zwischen subjektivem Befinden und somatischen Befunden
  • erhöhte psychophysische Reagibilität mit unspezifischen, organisch nicht erklärbaren Beschwerden
  • Differenz zwischen objektivierbarer Schädigung und subjektiv empfundener Beeinträchtigung

auf psychischer Ebene  

  • depressive Symptomatik: ausgeprägtes Gefühl von Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit, Schwingungsverlust, Entwertungsgefühl, Labilität
  • Angstsymptome (Bewegungsangst, Phobien, generalisierte Angst)
  • Somatisierung emotionaler Konflikte und/oder psychosozialer Probleme
  • maladaptative Kognitionen und Bewältigungsstrategien wie Durchhalte- oder Vermeidungsverhalten

auf sozialer Ebene

  • häufige Inanspruchnahme medizinischer Versorgungssysteme, vermehrter schmerzbedingter Arbeitsausfall
  • Einschränkung sozialer Aktivitäten
  • zunehmendes Konfliktpotential innerhalb der Familie, im Freundeskreis und/oder am Arbeitsplatz
  • Interessenverlust und Vernachlässigung von Freunden und Sozialkontakten.

Solltet ihr unter chronischen Schmerzen leiden redet mit eurem Hausarzt, sprecht ihn auf eine Schmerztherapie an. Ein jeder muss sich nicht quälen sondern man kann Hilfe bekommen, die Kosten für eine solche  Schmerztherapie übernehmen in aller Regel die Krankenkassen.

Hilfe bei Schmerzen:

Deutsche Schmerzliga

Ameos Klinikum Alfeld/ Schmerzherapie

Information über die MMS:

Die gelbe Liste

Wikipedia

Patientenblätter.de

 

Die unterschiedlichen Gesichter eines Herzinfarktes!

Ein Herzinfarkt muss nicht immer dramatisch ablaufen. Ich selber habe einen Herzinfarkt hinter mir, und meiner ist sehr untypisch verlaufen. Ich selber hatte ein normales EKG, und einen ganz normalen Blutdruck. Der Herzinfarkt wurde bei mir nur anhand eines Bluttests festgestellt. Oft gibt es nur Warnsymptome die wir als solches gar nicht zuordnen würden, und leicht ignorieren. Solche Warnsymptome sollten eigentlich alle kennen, weil nur eine rasche Behandlung eines Infarktes, das Absterben von Herzmuskelzellen verhindern kann.

Die meisten Menschen denken ein Herzinfarkt ist ein plötzliches über sie hereinbrechendes, lebensbedrohliches Ereignis. Tatsächlich ist es für die Betroffenen genau das. Der Herzinfarkt kann unsägliche Schmerzen, starke Atemnot und ein akutes Vernichtungsgefühl hervorrufen.

Doch Doch nicht jeder Herzinfarkt läuft so spektakulär ab. Und aus heiterem Himmel erscheint er auch nicht, er kündigt sich schon mit einer Reihe von Warnsignalen an, die man kennen und auch ernst nehmen sollte.

Wenn sich Herzkranzgefäße zunehmend verengen kommt es zu den Warnzeichen. Durch einen massiven Sauerstoffmangel in der Herzmuskulatur, kommt es zu Schmerzen. Wenn das Herzkranzgefäß komplett zu ist, kommt es zum Infarkt.

Ein bevorstehender Herzinfarkt, kann z.B. folgende Schmerzen verursachen:

  • in der Brust
  • im oberen Rücken
  • im Oberbauch
  • im linken Arm
  • im Hals
  • im Unterkiefer

 

Die folgenden Warnzeichen können auch Hinweise auf einem drohenden Infarkt sein:

  • Unspezifische Erscheinungen wie Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Resignation. Ungefähr bei 30 % der Menschen traten diese Symptome ein halbes jahr vor dem Infarkt auf.
  • Schmerzen in der Brust unter Belastung oder in Ruhe bitte sehr ernst nehmen, wenn die Schmerzen auch unter der Gabe von Nitroglyzerin nicht bessern.
  • Atemnot mit oder ohne Brustschmerzen
  • Nicht alle Herzinfarkte machen sich durch Brustschmerzen bemerkbar. Auch Schmerzen im linken Arm, in der linken Halsseite, im Rücken oder Nacken können ein Warnzeichen sein.

Aber ein Herzinfarkt kann auch durchaus „stumm“ verlaufen. Diese stummen Infarkte kommen häufig bei Diabetikern vor, da bei Ihnen die Schmerzweiterleitung durch eventueller Nervenschädigung nicht richtig funktioniert.

Solltet Ihr einer dieser Symptome verspüren heißt es nicht unwillkürlich das ein Infarkt vorliegt, oder im Anmarsch ist. In jedem Fall einen Arzt aufsuchen und es abklären lassen. Besser einmal zufiel als einmal zu wenig. Sollte in dem Moment ein Infarkt vorliegen, kann eine sofortige Behandlung eventuell das Absterben von Herzmuskelzellen verhindert werden.

 

Ich wünsche euch viel Gesundheit, oder Gute Besserung und hoffe es war für euch informativ.

Was ist Polycythemia vera (PV)

Was ist eine Polycythaemia vera (PV)?:

Der Begriff Polycythaemia vera kommt zum einen aus dem Griechischen und bedeutet viele (poly) Zellen (cyt) im Blut (haemia) und zum anderen von dem lateinischen Wort für wahr (vera). Die Polycythaemia vera (PV) ist, wie alle MPN-Formen, eine Erkrankung der blutbildenden Zellen im Knochenmark. Obwohl bei der PV in der Regel eine Vermehrung aller drei blutbildenden Zellreihen vorliegt (Vorstufen der roten Blutzellen, weißen Blutzellen und der Blutplättchen), steht im Allgemeinen die chronische Überproduktion der roten Blutzellen (Erythrozyten) im Vordergrund.

Erhöhter Hämatokrit:

In Folge dieser Überproduktion der roten Blutzellen steigt der Hämatokritwert, der den prozentualen Anteil dieser Zellen im Blut anzeigt. Der Hämatokrit ist ein Gradmesser für die Zähflüssigkeit (Viskosität) des Blutes. Der Normbereich liegt für Männer bei 40 bis 52 Prozent, für Frauen bei 37 bis 47 Prozent. PV-Patienten haben zum Diagnosezeitpunkt nicht selten Werte von über 60 Prozent.
Häufig zeigt das Blutbild zusätzlich erhöhte Werte für Thrombozyten (Blutplättchen) und Leukozyten (weiße Blutzellen).

Welche Ursachen hat die PV?:

Allen MPN-Erkrankungen liegt eine Funktionsstörung der blutbildenden Zellen im Knochen- mark zugrunde – auch der PV. Die genauen Ursachen dieses Defekts sind bislang nicht bekannt. So gibt es aktuell keine gesicherten Erkenntnisse darüber, ob beispielsweise ein bestimmter Lebenswandel, der berufsbedingte Umgang mit Chemikalien oder sonstige Umwelteinflüsse die Entstehung einer PV begünstigen können. Am wahrscheinlichsten ist, dass sich eine PV im Laufe des Lebens zufällig entwickelt.

Im Jahre 2005 entdeckten mehrere Forscherteams nahezu gleichzeitig, dass bei fast allen Myeloproliferativen Erkrankungen eine charakteristische Genveränderung auf dem Chromosom 9 vorliegt: die sogenannte JAK2-Mutation (JAK = Janus-Kinase). Bei der Janus-Kinase handelt es sich um ein Protein (Enzym), das eine wichtige Rolle bei der Signalübertragung in der Zelle spielt. In Zellen, die diese Mutation tragen, ist das Enzym dauerhaft aktiviert, das heißt der »Schalter« steht permanent auf »Ein«. In der Folge teilt sich die Zelle ununterbrochen, was im Falle der PV zu einer unkontrollierten Vermehrung insbesondere der Erythrozyten führt. Die JAK2-Mutation lässt sich bei 95 Prozent der PV-Patienten nachweisen. Neuere Untersuchungen zeigen, dass bei einigen MPN-Patienten zusätzlich zur Mutation im JAK2-Gen weitere Genveränderungen vorliegen. Wissenschaftler vermuten, dass das Muster der Mutationen Einfluss auf das Krankheitsbild und den individuellen Krankheitsverlauf hat. Außerdem scheint eine höhere Anzahl von Mutationen mit einem aggressiveren Krankheitsverlauf einherzugehen.

Welche Symptome können auf eine PV hindeuten?

Es ist nicht selten, dass die Erkrankung schleichend beginnt und Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose keinerlei Beschwerden haben.

Wenn Symptome auftreten, sind die häufigsten Beschwerden:

Mikrozirkulationsstörungen, wie zum Beispiel Durchblutungsstörungen an Händen und Füßen
Schwindel, Kopfschmerzen und Sehstörungen
Juckreiz, der insbesondere nach heißem Duschen oder Baden auftritt (aquagener Pruritus).
Insbesondere der Juckreiz wird von vielen Betroffenen als besonders belastend empfunden.

Weitere Symptome, die im Zusammenhang mit einer PV auftreten können:

Ohrensausen, Tinnitus (Ohrgeräusche)
Kopfdruck, Gesichtsrötung
Müdigkeit, Abgeschlagenheit
Hauttrockenheit
Nachtschweiß
Hämatome (Blutergüsse), teilweise. mit Verhärtungen/Schwellungen
Wadenkrämpfe
Schmerzen in den Beinen
Glieder- und Knochenschmerzen
Bluthochdruck (Hypertonie)
Nasen- und Zahnfleischbluten
ungewöhnlich starke (u. U. auch schwache) Menstruationsblutungen
Druckgefühle und/oder Schmerzen im linken Oberbauch (wg. Milzvergrößerung)
Bläuliche Verfärbung, Schmerzen, Kribbeln, Brennen oder Taubheitsgefühle der Finger und/oder Zehenspitzen (Erythromelalgie)
Missempfindungen der Haut (z. B. Gefühl, als würde etwas über den Arm krabbeln)
Atemnot (selten; bei Patienten mit Herz- Kreislauf-Erkrankungen)

Ist die PV vererbbar?

Die PV ist nach dem derzeitigen Stand der Forschung nicht vererbbar. Vielmehr handelt es sich um eine erworbene Erkrankung, die irgendwann im Laufe des Lebens zufällig auftritt.

Stammbaumuntersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass die Myeloproliferativen Neoplasien in Einzelfällen familiär gehäuft auftreten können. Eine genetische Veranlagung, die Krankheit im Laufe des Lebens eventuell zu erwerben, kann daher zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Um diese Frage abschließend beantworten zu können, wird weiterhin geforscht.

Welche Komplikationen können bei einer PV auftreten?:

Bei einer PV müssen nicht zwangsläufig schwerwiegende Komplikationen auftreten.Allerdings ist die statistische Wahrscheinlichkeit höher als bei Nichterkrankten.

Ernste Komplikationen äußern sich in erster Linie als sogenannte thromboembolische Ereignisse wie zum Beispiel Thrombosen, Schlaganfälle oder Embolien. Dabei kommt es zum Verschluss eines Blutgefäßes infolge eines Blutgerinnsels (Thrombus). Das umliegende Gewebe wird fortan nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und stirbt ab.

Wie bereits dargestellt, steigt das Risiko solcher Komplikationen mit zunehmender Zähflüssigkeit des Blutes. Die engmaschige Kontrolle des Hämatokrits ist daher von entscheidender Bedeutung in der Behandlung der PV.

Mehr Thrombosen und Embolien als bei Gesunden:

Am häufigsten äußern sich ernste Komplikationen als thromboembolische Ereignisse, wie Thrombosen, Embolien oder Schlaganfälle. Hierbei kommt es zu einem Gerinsel (Thrombus), wodurch umliegendes Gewebe nicht ausreichend mit Blut versorgt wird und abstirbt.

Verständlicherweise steigt das Risiko solcher Komplikationen mit der “Zähflüssigkeit” des Blutes. Daher ist die Kontrolle des Hämatokrits von entscheidender Bedeutung in der Behandlung der PV.

Erhöhte Blutungsneigung?

Bei stark erhöhten Thrombozyten kann gleichzeitig die Blutungsneigung steigen, was zu Haut- und Schleimhautblutungen (Blutergüsse, Nasenbluten, etc.), im Einzelfall auch Magen-Darm- oder Hirnblutungen führen kann. Ursache hierfür ist eine ebenfalls krankheitsbedingte Funktionsstörung der Thrombozyten (Blutplättchen). Diese führt dazu, dass die Blutplättchen nicht mehr in der Lage sind, ihre angestammte Aufgabe zu erfüllen: nämlich Blutungen zu stoppen, indem sie miteinander verklumpen und dadurch das verletzte Gefäß abdichten.

Schwerwiegende Komplikationen

Zu den möglichen schwerwiegenderen Komplikationen aufgrund der gesteigerten Thrombose- bzw. Emboliegefahr zählen:

Beinvenenthrombose
Pfortaderthrombose
Lebervenenverschluss (Budd-Chiari-Syndrom)
Herzinfarkt
Milzinfarkt
TIA (Abkürzung für: Transitorisch ischämische Attacke, dies bedeutet eine vorübergehende Schlaganfallsymptomatik)
Lähmungserscheinungen (u. U. Schlaganfallanzeichen)
Schlaganfall
Lungenembolie

Zu den möglichen schwerwiegenderen Komplikationen einer ggf. gesteigerten Blutungsneigung gehören:

gastrointestinale (Magen-Darm) Blutungen
Hirnblutungen (sehr selten)
Maßnahmen zur Senkung des Risikos für Komplikationen
Um das persönliche Risiko für etwaige Komplikationen zu senken, sind eine aufmerksame Selbstwahrnehmung und regelmäßige Arztbesuche zwingend erforderlich. Darüber hinaus gelten dieselben Empfehlungen wie für Gesunde, die ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko begrenzen wollen:

Nicht rauchen
Effektive Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes,hohem Cholesterinspiegel, etc.
Ausgewogen ernähren, Übergewicht reduzieren
Regelmäßige Bewegung, z. B. Ausdauersport, Venengymnastik

Wie wird die PV behandelt?:

Die PV ist eine chronische Erkrankung, die nach heutigem Wissensstand medikamentös nicht geheilt, wohl aber gut behandelt werden kann.

Einzige Chance auf Heilung: Knochenmark- bzw. Stammzelltransplantation

Die derzeit einzige Chance auf Heilung der PV ist eine Knochenmarkstransplantation (KMT) beziehungsweise Stammzelltransplantation (SZT). Da die Lebenserwartung von PV-Patienten gegenüber der Normalbevölkerung praktisch nur wenig eingeschränkt ist, gilt dieses Verfahren trotz großer Fortschritte derzeit nicht als ernstzunehmende Option. Der Grund ist, dass eine KMT noch immer mit großen Behandlungsrisiken behaftet ist.

Da Ausprägung und Verlauf in der Regel sehr unterschiedlich sind, ist es notwendig, die Behandlung auf die individuelle Erkrankungssituation und Risikoeinstufung zuzuschneiden. Hierbei gilt es, nicht nur das Gesamtbefinden des Patienten zu berücksichtigen, sondern auch, wie gut er die Einnahme eines bestimmten Medikamentes voraussichtlich vertragen wird. Allergische Reaktionen auf einen Wirkstoff sind ebenso auszuschließen wie unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Nicht zuletzt spielt auch die persönliche Einstellung des Patienten zur geplanten Behandlung eine entscheidende Rolle.

Eine einheitliche Therapieempfehlung für alle PV-Patienten gibt es nicht!

Aderlasstherapie:

Der etwas altertümlich klingende Ausdruck Aderlass (Phlebotomie) steht für die Entnahme einer größeren Menge Blut, ähnlich wie bei einer Blutspende. In der Regel werden pro Aderlass 250 bis 500 ml Blut entnommen5. Der Aderlass reduziert das Blutvolumen, wodurch sich meist auch der erhöhte Hämatokrit schnell und effektiv absenken lässt. Je nach Höhe des Hämatokrits sind zu Beginn der Behandlung unter Umständen mehrere Aderlässe hintereinander in zwei- bis dreitägigen Abständen notwendig.

Die Aderlasstherapie ist die älteste, wirkungsvollste und nebenwirkungsärmste Behandlungsmöglichkeit der PV.

Die Kriterien für den Beginn einer Aderlasstherapie können je nach individuellen Risikofaktoren von Fall zu Fall variieren. Entscheidend ist, den Hämatokrit mittels Aderlass, Hydroxyurea oder beidem zusammen auf unter 45 Prozent zu senken. Gestützt wird diese Empfehlung durch die Ergebnisse einer kürzlich abgeschlossenen Studie aus Italien. Diese konnte belegen, dass sich nur mit einem Hämatokrit unterhalb dieses Zielwerts die Zähflüssigkeit des Blutes und damit die Thromboseneigung wirksam reduzieren lassen.

Abstände zwischen den Aderlässen:

Die Abstände zwischen den Aderlässen (Aderlassfrequenz) werden nach diesem anfänglichen Absenken größer, weil durch die umfangreichen Blutentnahmen ein gewollter Eisenmangel erzeugt wird, der die Nachproduktion von Erythrozyten (Zellmasse) hemmt. Nach Möglichkeit sollte der Hämatokrit auf einen gleichmäßigen Wert zwischen 40 und 45 % eingestellt werden. Abhängig vom Befinden des Patienten und seinen individuellen Risikofaktoren sind jedoch im Einzelfall auch höhere Werte vertretbar.

Eisenmangelsymptome nach Aderlass:

Die Aderlasstherapie bewirkt nicht nur eine Verringerung des Blutvolumens, sondern auch einen Eisenmangel, der im Falle der PV jedoch erwünscht ist. Anders als bei Gesunden, wird er in der Regel nicht behandelt. Der Grund ist, dass von außen zugeführtes Eisen die Neuproduktion von Erythrozyten anregen würde, was den Hämatokrit rasch wieder ansteigen ließe. Zudem beeinflusst der Eisenmangel die Dynamik zwischen Erythrozytenzahl, Hämatokrit und Hämoglobinkonzentration, sodass die Abstände zwischen den Aderlässen (Aderlassfrequenz) im Laufe der Zeit größer werden. Nur in besonderen Einzelfällen – etwa wenn der Eisenmangel zu massiven Beschwerden führt – kann unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle eine vorsichtige orale Eisengabe erfolgen.

Erhöhte Thrombozyten durch Aderlässe:

Es ist übrigens nicht ungewöhnlich, dass unter der Aderlasstherapie die Thrombozytenzahl steigt. Hierbei handelt es sich um eine normale Reaktion des Körpers, der den Blutverlust als Wunde deutet. Zur Unterstützung der Gerinnung werden deshalb vermehrt Thrombozyten produziert. Im Vergleich zum Hämatokrit gelten die Thrombozytenzahlen bei der PV zwar als nachrangiger Risikofaktor, müssen aber dennoch beobachtet werden. Da Thrombozyten über einer Million das Blutungsrisiko erhöhen können, stellen sie ein zusätzliches Kriterium für den Einstieg in eine medikamentöse Therapie dar. In der Regel erfolgt die Aderlass-Behandlung in Kombination mit der Gabe von Acetylsalicylsäure (ASS). Nur in begründeten Ausnahmefällen wird in der Behandlung der PV auf ASS verzichtet.

Unter alleiniger Aderlasstherapie wird von einem erhöhten Thromboserisiko ausgegangen, deswegen wird zur prophylaktischen Einnahme von niedrigdosiertem ASS (40 bis 100 mg/Tag) geraten.

 

Quelle:MPN-Netzwerk

Wie es zur DiagnosePolycythemia vera (PV) kam!

Hallo alle zusammen!

Ich möchte hier in dem kleinen Bericht etwas Aufklärungsarbeit betreiben. Mir wurde schon frühzeitig von Ärzten gesagt das ich zu dickes Blut habe (Dickes oder dickflüssiges Blut bedeutet, dass darin mehr feste Bestandteile in Form von Blutkörperchen in einem bestimmten Blutvolumen schwimmen als normal wäre.)

Unternommen hat aber nie irgendein Arzt etwas. Seit meinem 6. Lebensjahr litt ich immer wieder unter sehr schlimmen Nasenbluten (ganze Saunatücher voll). Es wurde immer und immer wieder verödet. Keiner untersuchte genaueres. 1991 bekam ich eine Hepatitis. Im damaligen Kreiskrankenhaus in Aurich wurde mir gesagt, das ich unter einer vergrößerten Milz leide. Gemacht wurde gar nichts. Und immer wieder Nasenbluten, teilweise war der HNO schon genervt von mir.

1997 bekam ich eine zweite Hepatitis, die so schwer verlief das Lebensgefahr bestand. Es wurde eine Leberbiopsie gemacht die zu keinem Ergebnis führte. Zahlreiche Untersuchungen fanden statt, es wurde ein Arzt aus Hannover angefordert, wieder kein Ergebnis. Nach 7 Wochen im Krankenhaus wurde ich entlassen. Ich war zu der Zeit der Entlassung von Kopf bis Fuss komplett Gelb (Gelbsucht) und konnte keine Nahrung bei mir behalten. Wenn ich etwas gegessen hatte ging es nach einer viertel Stunde durch den Darm wieder raus. Seinerzeit war ich von 110 kg auf 75 kg abgemagert. Keiner fand etwas also ab nach Hause. Beim Einkaufen brach ich dann an der Kasse zusammen, und wieder ab in KH. Nach vier Stunden konnte ich wieder gehen. Keine Ursache gefunden.

2007 als meine Mutter verstorben war, zog ich dann nach Einbeck. Auch dort bekam ich dann Nasenbluten, und suchte einen HNO Arzt auf, dieser schaute sich meine Salbe an, die von einem Auricher HNO bekommen habe und schlug die Hände über den Kopf zusammen. Und entließ mich nach der Behandlung mit den Worten „Gehen sie zu ihrem Hausarzt, etwas ist mit ihrem Blutdruck nicht OK, sie brauchen Medikamente“

Mein Hausarzt verschrieb mir dann (nach eingehender Untersuchung) Blutdruckmedis. Alles in allem gab es noch Nasenbluten aber weniger. Am 13. März 2017 bekam ich dann nachts um 2.35 Uhr die Symptome eines Herzinfarktes. Um 2.50 Uhr war ich im Krankenhaus, EKG und Blutdruck waren OK. Ich wollte schon aufstehen, da sagte der Arzt im EBS „Einen Bluttest noch, wenn der OK st können sie gehen“.

Eine halbe Stunde später war ich im Krankenwagen mit Blaulicht unterwegs in die Uni Göttingen, wo mir im Herzkatheter Labor ein Stent gesetzt wurde. Ich habe mich ganz schlecht von allem erholt. Und hatte ewig und drei Tage Rückenschmerzen. Also Orthopäde aufgesucht, der kam nach dem dritten mal mit dem Spruch“ Machen wir mal ein Päuschen“ So suchte ich einen Neurochirurgen auf der mich zum MRT schickte, da stellte sich heraus 6 Bandscheibenvorfälle. 4 im HWS Bereich (Nacken) und 2 im LWS Bereich (Lendenwirbelsäule). Der Neurochirurg empfahl mir eine Schmerztherapie.

Die Schmerztherapie fand am 21.03.2019 statt. Eine Woche vorher bekam ich dann Bescheid ich bin Typ 2 Diabetiker. Ich habe die Schmerztherapie durchgezogen, und lernte mit allem besser umzugehen. Die Ärzte und Therapeuten in Alfeld haben sich allergrößte Mühe gegeben, und die Mühe hat sich gelohnt.

Nur meinem neuen Hausarzt (ich hatte den Hausarzt gewechselt weil ich mir die Behandlung beim alten nicht mehr zusagte) gefielen meine Blutwerte nicht. Ich hatte zuviel von Vitaminen im Blut, und auch das, das Blut zu dick wäre sprach er an. Ich erwähnte das ich es schon des öfteren gehört hätte. Er meinte kurz und bündig Termin beim Onkologen / Hämatologen machen, und schauen was dabei rauskommt. Ich fragte dann was er den vermutete, da meinte er Polycythemia vera, und erklärte mir auch was es ist.

Der erste Termin beim Onkologen kam, es wurde jede Menge Blut abgenommen, und wurde dann in die Uni Klink geschickt zum untersuchen. Eine Woche darauf Arztgespräch, der bestätigte dann den Verdacht des Hausarztes schon einmal. Aber er wollte sich ganz sicher sein und schlug eine Knochenmarkspunktion vor. Der stimmte ich zu, und eine Woche später wurde sie ambulant durchgeführt. Wieder eine Woche später war das Endergebnis eindeutig.

Vermutlich bin ich schon damit geboren, jetzt wird ein Eisenmangel erzeugt damit mein Blut wieder flüssiger wird. Nach vier Aderlässen ist mein Hämatokritwert runter auf 45% ein bisschen  muss er noch runter. Also ich muss sagen auch nach den Aderlässen ist das Nasenbluten weniger geworden. Ich hoffe jetzt das der Wert sich einpendelt.

Danke fürs zuhören!

Kaffeezeit genießen!

Hallo zusammen!

Viele die mich kennen wissen bestimmt, oder haben gelesen das ich vormittags sowie nachmittags gerne einen Cappuccino trinke. Leider ist bei mir in der Wohnung das Wasser aus der Leitung nicht besonders ok. Ich muss deshalb einen Wasserfilter einsetzen, dieser Geschmack schlägt sich leider auch bei Kaffee und Tee nieder. Kurzum es musste eine neue Maschine her.

Nach langem Suchen und recherchieren habe ich mich für den De’Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B Kaffeevollautomat*

entschieden. Die Gesichtspunkte waren für mich:

  • Die Brühgruppe lässt sich zum reinigen komplett herausnehmen.
  • Der Vollautomat lässt sich nutzen für Bohnen und Kaffeepulver
  • Die Kaffeemenge, die Wassermenge und der Mahlgrad lassen sich optimal einstellen

Dank des Wasserfilters in der Maschine schmeckt jetzt der Kaffee, Espresso, Cappuccino und  Cafe Crema

 

 

wieder spitzenmäßig. Dazu dann eine leckere selbstgebackene Waffel * und der Tag kann entspannt weitergehen.

Letztendlich hat zu der Entscheidung für den De’Longhi  auch das schauen dieser Video’s geführt:

 

 

 

 

 

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Natürlich empfehle ich hier nur Produkte, die ich selber gekauft und ausprobiert habe.