Xylit

Xylit (auch Xylitol) ist ein Trivialname für ein Stereoisomer des Zuckeralkohols Pentanpentol. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es die Bezeichnung (E 967) und dient als Zuckeraustauschstoff. Die Entdeckung geht auf den späteren Nobelpreisträger Emil Fischer zurück.

Die Besonderheit an Xylit ist seine in verschiedenen klinischen Studien nachgewiesene kariostatische und antikariogene Wirkung. Auf einige Säugetiere, vor allem Hunde, wirkt Xylit dagegen toxisch, was zu seiner tiermedizinischen Bedeutung führt.

Achtung Xylit kann zum Tode der Haustiere führen

Für Katzen sind Produkte, die Xylit enthalten, grundsätzlich unbedenklich.

In einer Studie an Katzen wurde die positive Wirkung von Xylit für deren Mundhygiene nachgewiesen. Wird Katzen mit Xylit angereichertes Wasser gegeben, vermindert dies signifikant Zahnstein und Plaque.

Die Xylitvergiftung – eine schwere Gesundheitsstörung durch Aufnahme des Zuckerersatzstoffes Xylit (Xylitol, „Birkenzucker“, E 967) – ist eine bei einigen Tierarten vorkommende Intoxikation. Insbesondere Hunde sind dafür anfällig. Während der Zuckeralkohol Xylit beim Menschen nur eine langsame und geringe Ausschüttung von Insulin hervorruft, weshalb er häufig in Produkten für Diabetiker eingesetzt wird, löst er bei einigen Säugetieren wie Hund, Rind, Ziege und Kaninchen eine sehr starke Insulinausschüttung aus. Sie kann beim Hund nach Gabe von Xylit bis zu siebenmal so groß sein wie nach Gabe von gleichviel Traubenzucker. Dadurch kommt es zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) und zu einer Leberschädigung.

Bei Hunden wirkt bereits eine Dosis von 0,1 g pro kg Körpermasse toxisch, in einer größeren retrospektiven Studie blieben Hunde mit einer Xylitolaufnahme unter 0,3 g pro kg Körpermasse ohne klinische Symptome. Die letale Dosis wird ab ca. 3–4 g Xylit pro kg Körpergewicht erreicht. Der Verzehr einer Tüte xylithaltiger Bonbons (sie enthalten meist über 90 % Xylit) kann selbst für einen großen Hund tödlich sein, wenn das Tier nicht schnellstmöglich intensivmedizinisch betreut wird.

Klinisch tritt bei einer Xylitvergiftung vor allem Erbrechen auf, seltener kommen auch Abgeschlagenheit, Durchfall und Krämpfe vor. Labordiagnostisch sind eine Unterzuckerung und ein Anstieg des Bilirubins und der ALT typisch. Bei hohen Xylitdosen kann es zum akuten Leberversagen kommen. Dann können auch Blutungen infolge von Gerinnungsstörungen auftreten.

Eine Dekontamination ist schwierig, da Xylit sehr schnell aufgenommen wird. Das Auslösen von Erbrechen mit Apomorphin ist daher nur in einem kurzen Zeitfenster erfolgversprechend. Bei experimenteller Xylitgabe kam es schon nach 20 Minuten zu einem Insulinanstieg, das Maximum trat 40 Minuten nach Aufnahme auf, der Blutzuckerspiegel fiel schon nach 30 Minuten ab. bindet Xylit nur ungenügend, so dass ihr Einsatz nicht empfohlen wird. Betroffene Tiere erhalten zumeist eine intravenöse Flüssigkeitstherapie mit Glucose-haltigen Lösungen. Die Patienten sollten stationär beobachtet werden, bis der Blutzuckerspiegel ohne therapeutische Maßnahmen über 30 Stunden im Normalbereich liegt. Bei geringer Xylitaufnahme ist die Prognose gut.

Xylit ist neben Sorbitol als natürlicher Zuckeralkohol Bestandteil vieler Gemüsesorten wie u. a. Blumenkohl und Früchte wie Pflaumen, Erdbeeren oder Himbeeren, wobei der Anteil kleiner als 1 % der Trockenmasse ist. Auch in der Rinde bestimmter Holzarten wie z. B. Birke und Buche ist Xylit enthalten.

Anders als der alternative Name Birkenzucker suggerieren könnte, wird Xylit nicht direkt aus Birkenholz gewonnen. Die industrielle Herstellung von Xylit beruht auf Xylanen (Holzgummi) aus Birkenholz und anderen Harthölzern oder landwirtschaftlichen Reststoffen wie Maiskolbenresten (Maisspindeln), Stroh, Getreidekleien oder Zuckerrohr-Bagasse. Aus diesen wird Xylose bei Temperaturen von bis 200 °C und unter Einsatz von Schwefelsäure oder Natronlauge freigesetzt. Die Xylose wird dann mit einem Katalysator unter hohem Druck zu Xylit umgesetzt. Biotechnologische Verfahren wie der Einsatz von Hefen wie etwa Candida tropicalis sind möglich, werden jedoch noch nicht im großtechnischen Maßstab verwendet. Die industrielle Herstellung ist aufwendig, weshalb Xylit ein verhältnismäßig teurer Zuckeraustauschstoff ist.

Als Zwischenprodukt werden im menschlichen Körper während des Kohlenhydratabbaus täglich 5 bis 15 Gramm Xylit in der Leber hergestellt.

Erythrit

Erythrit (meso-1,2,3,4-Butantetrol) ist eine süß schmeckende Verbindung und gehört chemisch zu den Zuckeralkoholen. Es stellt die meso-Form des optisch aktiven Threit dar und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Es besitzt etwa 50–70 Prozent der Süßkraft von Zucker (Saccharose).

Erythrit wurde von dem schottischen Chemiker John Stenhouse entdeckt, welcher den Stoff bereits um 1848 isolierte. Der Stoff wurde 1997 in den USA und im Jahr 2006 in Europa ohne Mengenbeschränkungen als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen.

In natürlicher Form kommt Erythrit in Pilzen, Käse, Obst (Erdbeeren, Pflaumen) oder Pistazien vor. Für die von der Lebensmittelindustrie benötigten Mengen wird Erythrit durch Fermentation hergestellt.

Erythrit enthält beinahe keine Kalorien und hat keinen Einfluss auf den Blutzucker- und Insulinspiegel. Es ist als Zuckerersatz in Deutschland als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Bei einem Anteil von mehr als zehn Prozent muss es jedoch mit einem Warnhinweis gekennzeichnet werden.

Erythrit bietet gegenüber anderen Zuckeralkoholen wie Sorbit, Maltit, Lactit und Isomalt den Vorteil einer besonders hohen digestiven Toleranz (ca. 1 g/kg Körpergewicht). Da Erythrit schon zu 90 Prozent über den Dünndarm aufgenommen und über die Nieren ausgeschieden wird, sind die sonst für Zuckeralkohole üblichen Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall stark vermindert, allerdings auch nicht ganz ausgeschlossen.

Wie eine neuere Studie im Fachblatt PNAS mit 14C-markierter Glucose zeigte, wird Glucose beim Menschen zu einem geringen Teil in Erythrit umgewandelt. Wird vermehrt Glucose aufgenommen, findet sich vermehrt Erythrit im Blut. Ob Erythrit als Biomarker für vermehrte Glucoseaufnahme tauglich ist, muss sich zeigen.

Erythrit ist laut einer im Juni 2014 veröffentlichten Studie ein Insektizid, das wirksam gegen Fruchtfliegen eingesetzt werden kann.

Erythrit ist außerdem geruchsfrei, wärmestabil und nicht hygroskopisch, das heißt, dass Erythrit keine Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnimmt, was eine Klumpenbildung verhindert. Löst man Erythrit in Wasser, hat es einen kühlenden Effekt. Außerdem wirkt es nicht kariesfördernd und wird durch seine kalorienfreie Eigenschaft und langanhaltende Sättigung als Zuckerersatz für Diabetiker oder Menschen verwendet, die an einer Fructoseintoleranz leiden. Zudem hat Erythrit eine hohe Verdauungstoleranz und bietet keinen Nährboden für Pilze.

Wirkungen und Nebenwirkungen von Erythrit:

Erythrit enthält beinahe keine Kalorien und hat keinen Einfluss auf den Blutzucker- und Insulinspiegel. Es ist als Zuckerersatz in Deutschland als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Bei einem Anteil von mehr als zehn Prozent muss es jedoch mit einem Warnhinweis gekennzeichnet werden.

Erythrit bietet gegenüber anderen Zuckeralkoholen wie Sorbit, Maltit, Lactit und Isomalt den Vorteil einer besonders hohen digestiven Toleranz (ca. 1 g/kg Körpergewicht). Da Erythrit schon zu 90 Prozent über den Dünndarm aufgenommen und über die Nieren ausgeschieden wird, sind die sonst für Zuckeralkohole üblichen Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall stark vermindert, allerdings auch nicht ganz ausgeschlossen.

Wie eine neuere Studie im Fachblatt PNAS mit 14C-markierter Glucose zeigte, wird Glucose beim Menschen zu einem geringen Teil in Erythrit umgewandelt. Wird vermehrt Glucose aufgenommen, findet sich vermehrt Erythrit im Blut. Ob Erythrit als Biomarker für vermehrte Glucoseaufnahme tauglich ist, muss sich zeigen.

Erythrit ist laut einer im Juni 2014 veröffentlichten Studie ein Insektizid, das wirksam gegen Fruchtfliegen eingesetzt werden kann.

Erythrit ist außerdem geruchsfrei, wärmestabil und nicht hygroskopisch, das heißt, dass Erythrit keine Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnimmt, was eine Klumpenbildung verhindert. Löst man Erythrit in Wasser, hat es einen kühlenden Effekt. Außerdem wirkt es nicht kariesfördernd und wird durch seine kalorienfreie Eigenschaft und langanhaltende Sättigung als Zuckerersatz für Diabetiker oder Menschen verwendet, die an einer Fructoseintoleranz leiden. Zudem hat Erythrit eine hohe Verdauungstoleranz und bietet keinen Nährboden für Pilze.

Wie jeder Zuckeralkohol kann es bei übermäßigem Konsum zu Blähungen und Durchfall kommen. Im Vergleich zu anderen Zuckeralkoholen wie Xylit oder Sorbit ist das Risiko hier aber erheblich geringer, da Erythrit zu 90 Prozent schon über den Dünndarm aufgenommen wird. Dennoch müssen Lebensmittel, die mehr als 10 Prozent Erythrit enthalten, mit einem Warnhinweis versehen werden.

Erythrit ist unter vielen Namen erhältlich

Im Handel findest du viele verschiedene Erythrit-Produkte. Das sind die wichtigsten für den deutschen Markt:

  • Sera
  • Serapur
  • Erylite Stevia
  • Sukrin
  • SweetCare Natursüße
  • Erythritol
  • Neue Süsse Erythritol
  • Sucolin
  • Xucker Light
  • sweetERY
  • Eryfly
  • Wiezucker Diät
  • steviapura Streusüße Plus

Quelle: Wikipedia